Mittwoch, 28. September 2016

Power Bowl mit Hähnchen, Babyspinat, geraspelter Zucchini und Couscous mit einer Röstpaprika-Sauce

Manche Phänomene beobachte ich erst mal etwas skeptisch und denke mir: Neeee... also.... neeeee! Das gefällt mir nicht, das brauche ich nicht, das mache ich nicht. Und dann, plötzlich, setzt ein Umdenken ein und ich denke mir: Na, zumindest ausprobieren kannst Du es mal. Und manchmal ist das Testergebnis dann so überzeugend, dass ich danach ein Fan bin. In diesem Fall ist die Rede von Bowls, gerne auch Buddha Bowls genannt. Im Prinzip sind Buddha Bowls einfach nur eine hübsch drapierte Anordnung einer Vielzahl von Komponenten. Meist bestehen die Bowls aus einer Basis an Kohlenhydraten (z.B. Couscous, Quinoa, Reis etc.), einer ordentlichen Portion Eiweiß (Feta, Hähnchenbrust, Steakstreifen...) sowie Vitaminen und Mineralstoffen. Darüber kommt eine Soße oder ein Dressing, und zum Abschluss gibt es meist noch ein Topping aus gehackten Nüssen oder frischen Kräutern. Und das ganze wird dann in einer Schüssel angerichtet, die so groß und rund ist wie Buddhas Bauch. Daher (angeblich) auch der Name für diese Art von Gericht.

Ich hatte die Bowls schon auf einigen Blogs und natürlich auf Pinterest gesehen, aber erst, als in der Oktober-Ausgabe der "Lecker" gleich vier Bowls-Rezepte der Aufmacher im Heft waren, habe ich ein Rezept daraus ausprobiert. Die Zubereitung der Power Bowl mit Hähnchen, Babyspinat, geraspelter Zucchini und Couscous mit einer Röstpaprika-Sauce fand ich wegen der vielen Komponenten ziemlich aufwändig, aber geschmacklich war die Bowl super. Die große Überraschung kam dann, als mein Mann abends seine Portion der Bowl gegessen hat: Er war vollends begeistert und hat sich für den Rest der Woche weitere Bowls gewünscht. Ein unerwarteter Volltreffer!

























Rezept: Power Bowl mit Hähnchen, Babyspinat, geraspelter Zucchini und Couscous mit einer Röstpaprika-Sauce
(für 2 Portionen)

Zutaten:
Für die Röstpaprika-Sauce:
1 Glas (370ml) Röstpaprika (selbstgemacht nach diesem Rezept)
1 Knoblauchzehe
1 Limette
50g gemahlene Mandeln
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
Für die Bowl:
50g Baby-Spinat
1 kleine Zucchini
200g Kirschtomaten
100g Instant-Couscous
300g Hähnchenbrustfilet
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
100g Feta
2 EL Paranusskerne
10 schwarze Oliven ohne Stein

Zubereitung:
Als erstes die Röstpaprika-Sauce zubereiten. Dafür die Paprika aus der Marinade nehmen, gut abtropfen lassen. Knoblauch schälen und grob hacken. Limette halbieren und auspressen. Paprika, Knoblauch, Limettensaft, gemahlene Mandeln und 2 EL Olivenöl in einen hohen Rührbecher geben, mit dem Stabmixer fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Spinat waschen, verlesen und trocken schleudern. Die Zucchini waschen, Enden abschneiden und die Zucchini auf einer Reibe grob raspeln. Kirschtomaten waschen und halbieren.

Couscous mit einer Prise Salz in eine Schüssel geben. Mit 150ml kochendem Wasser übergießen und abgedeckt 8-10 Minuten quellen lassen. Dann mit einer Gabel auflockern.

Fleisch unter fließendem Wasser abspülen, trocken tupfen und in mundgerechte Streifen schneiden. Mit Salz und Pfeffer würzen. 1 EL Öl in einer Pfanne erhitzen, die Hähnchenbruststreifen darin von allen Seiten goldbraun braten.

Feta in kleine Würfel schneiden oder zerbröseln. Paranusskerne grob hacken.

Couscous, Spinat, Tomaten, Zucchini, Oliven und Feta portionsweise in zwei großen Schüsseln anrichten. Hähnchenbruststreifen obendrauf legen, mit etwas Röstpaprika-Sauce anrichten. Gehackte Paranüsse darüber streuen. Restliche Sauce zum Nachgießen dazu reichen.

Und weil die erste Bowl so lecker war, gibt es demnächst noch mehr Bowl-Rezepte! Freut euch drauf!

Sonntag, 25. September 2016

Brotsalat mit geröstetem Ciabatta, Fenchel und würziger Salami

Tja. Wie sag ich´s euch? Am besten ganz direkt: mich plagt momentan die Blog-Unlust. Dabei koche ich nach wie vor viel - nämlich täglich. Und ich habe einige Rezepte in der Pipeline. Aber die Lust, mich an den Rechner zu setzen, und einen Blogbeitrag zu schreiben - die ist gering. So, jetzt ist es raus. Und ich hoffe, dass sich, nachdem ich es ausgesprochen habe, die Lust am Bloggen wieder einstellt! Als weitere Maßnahme zur Bloglust-Steigerung gibt es gleich noch ein neues Rezept. Bevor der Herbst mit seinen wärmenden Suppen das Regiment in meiner Küche übernimmt, habe ich noch ein schönes (spät-)sommerliches Salatrezept für euch, nämlich einen Brotsalat mit geröstetem Ciabatta, Fenchel und würziger Salami. Das Rezept stammt aus dem Buch "Sommerküche. Voller Sonne und Aroma"* von Tanja Dusy, das ich schon ein paar Jahre im Kochbuchregal liegen habe, aus dem ich aber noch nicht viel gekocht habe. Dieser Salat ist aber ebenso schnell zubereitet wie lecker - ein echter Volltreffer!


























Rezept: Brotsalat mit geröstetem Ciabatta, Fenchel und würziger Salami
(für 2 Portionen)

Zutaten:
1/2 Ciabatta-Brötchen
1/2 TL Fenchelsamen
5 EL Olivenöl
1 große Knolle Fenchel
1/2 Bund Rucola
1 EL Weißweinessig
1 EL Zitronensaft
Salz, Pfeffer
Zucker
60g Fenchelsalami (ersatzweise: Chorizo) in dünnen Scheiben
8 schwarze Oliven (ohne Stein)

Zubereitung:
Brötchen in ca. 2cm große Würfel schneiden. Fenchelsamen in einem Mörser grob zerstoßen. 2 EL Öl in einer Pfanne erhitzen. Brotwürfel und Fenchelsamen darin bei geringer Hitze goldgelb rösten. Brotwürfel herausnehmen, auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Fenchelknollen waschen, putzen, das Grün abschneiden. Den Strunk keilförmig herausschneiden, dann die Knollen quer in hauchdünne Scheiben schneiden oder hobeln. Fenchelgrün fein hacken. Rucola waschen, putzen und trocken schleudern. Rucola in mundgerechte Stücke zupfen.

Für das Dressing Essig und Zitronensaft verrühren, mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen. 3 EL Öl unterschlagen. Dressing mit Fenchel und Rucola vermischen. Brotwürfel, Salamischeiben und Oliven zugeben, untermischen.

Zum Servieren den Salat portionsweise auf Teller verteilen und mit dem gehackten Fenchelgrün bestreuen.

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Mittwoch, 21. September 2016

Easy-peasy-Tarte mit gebackenen Süßkartoffeln, rote Bete und Schalotten mit Zitronencreme

Ich habe eine Schwäche für Tartes und Quiches. Am liebsten mag ich Tartes mit einem Mürbteigboden, aber wenn es mal schnell gehen soll, dann ist Blätterteig eine feine Alternative - wie bei dieser easy-peasy-Gemüsetarte mit gebackenen Süßkartoffeln, rote Bete und Schalotten mit Zitronencreme. Das Rezept stammt aus "fresh + easy. Unkomplizierte Gerichte für entspannten Genuss"* von Michele Cranston. Eine Rezension des Buches findet ihr hier. Die Tarte markiert für mich den Übergang vom Sommer zum Herbst, denn sie ist noch sommerlich bunt, aber der Belag aus Ofengemüse weist doch schon auf den Herbst hin. Ach, ich freu mich auf den Herbst - Zwiebelkuchen, neuer Wein, Kürbis, Maronen, bunte Blätter.... ihr euch auch?

Einfache Tarte aus Blätterteig mit gebackenem Gemüse

























Rezept: Gemüse-Tarte mit gebackenen Süßkartoffeln, rote Bete und Schalotten mit Zitronencreme
(für 4 Portionen)

Zutaten:
500g Süßkartoffeln
2 Knollen Rote Bete (ich habe vorgegarte genommen)
2 Schalotten
4-6 Zweige frischer Thymian
5 EL Olivenöl
1 TL Sumach
Salz
1 Packung Blätterteig (Kühlregal)
200g Saure Sahne
1 EL Zitronensaft
Pfeffer
Zum Garnieren: frischer Basilikum

Zubereitung:
Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Süßkartoffel schälen und in ca. 2cm große Würfel schneiden. Rote Bete ebenfalls in Würfel schneiden (Handschuhe anziehen - die Rote Bete färbt stark ab!). Schalotten schälen und vierteln. Thymian waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln rebeln. Süßkartoffeln, Rote Bete, Schalotten und Thymianblätter in eine Schüssel geben, mit dem Olivenöl und dem Sumach vermischen. Mit Salz würzen. Gemüse gleichmäßig auf dem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen. Gemüse im heißen Backofen auf der mittleren Schiene 30 Minuten backen, dabei das Gemüse 1-2 mal wenden.

Blätterteig ausrollen und rundherum ca. 1cm Teig einklappen, so dass ein Rand entsteht. Das Gemüse aus dem Backofen nehmen und auf dem Blätterteig verteilen. Blätterteig-Tarte auf Backpapier auf ein Backblech setzen und im heißen Backofen auf der mittleren Schiene weitere 30 Minuten backen, bis der Teig aufgegangen und goldgelb ist.

In der Zwischenzeit die Zitronencreme anrühren. Dafür die Saure Sahne in eine kleine Schüssel geben, mit dem Zitronensaft vermischen und mit Pfeffer würzen. Basilikum waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen.

Tarte aus dem Backofen nehmen, kurz abkühlen lassen. Dann die Tarte mit den Basilikumblättern garnieren und mit der Zitronencreme servieren.

Gemüsetarte aus Blätterteig mit Zitronencreme
























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