Freitag, 29. August 2014

Zitronenhuhn mit Honigfeigen und dazu: ein Bordeaux Rosé [Weinrallye]

Die letzten drei Tage war es in Karlsruhe direkt noch mal spätsommerlich warm. Dabei hatte ich mich doch schon fast auf Herbst, nasse Kälte und Tee-Wetter eingestellt! Aber die Sonne und Temperaturen von 24 Grad nehme ich natürlich gerne mit und habe auch prompt noch mal ganz motiviert das Kochbuch Sommerküche: voller Sonne und Aroma* von Tanja Dusy hervorgeholt. Aus diesem Kochbuch habe ich bisher nur recht wenig gekocht, aber das Zitronenhuhn mit Honigfeigen daraus hatte ich schon länger auf meiner gedanklichen Nachkochliste - und diese Woche habe ich es endlich ausprobiert. Hähnchen esse ich ja sowieso sehr gerne, und wenn es so saftig schmeckt wie bei diesem Rezept, dann erst recht! Durch die aufgelegten Zitronenscheiben erhalten die Hähnchenschenkel beim Garen ein schönes Zitrusaroma. Dazu die gebratenen Honigfeigen und feinkörniger Couscous - eine perfekte Kombination! 



Zitronenhuhn mit Honigfeigen
(für 2 Portionen)

Zutaten:
2 Hähnchenschenkel mit Haut
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
4 Stängel glatte Petersilie
3-3 Stängel Zitronenthymian
1 Chilischote
1 Bio-Zitrone
5 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
250ml Hühnerbrühe (ersatzweise Gemüsebrühe)
4 Feigen
1 EL Butter
1 EL Honig
75g Couscous

Zubereitung:
Hähnchenkeulen unter fließendem kalten Wasser abspülen und trocken tupfen. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Petersilie und Zitronenthymian waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. Petersilie grob hacken. Chilischote waschen, putzen, längs aufschlitzen und die Kerne und die Trennwände entfernen. In dünne Ringe schneiden. Zitrone heiß abwaschen, halbieren und eine Hälfte auspressen. Die andere Hälfte für die weitere Verwendung aufbewahren. Zitronensaft mit 4 EL Olivenöl, Zwiebel- und Knoblauchwürfeln, Kräutern und der Chili in einer Schüssel gut vermischen. Hähnchenschenkel in die Marinade legen, darin wenden und abgedeckt im Kühlschrank über Nacht marinieren lassen.

Am nächsten Tag den Backofen auf 190 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.  Restliche Zitrone in dünne Scheiben schneiden. Hähnchenschenkel aus der Marinade nehmen, Marinade mit einer Gabel von den Hähnchenschenkeln entfernen, aber aufbewahren. Hähnchen von beiden Seiten salzen und pfeffern.
1 EL Olivenöl in einer ofenfesten Pfanne erhitzen und die Hähnchenschenkel darin bei mittlerer bis starker Hitze von beiden Seiten hellbraun anbraten, dann das Fleisch aus der Pfanne nehmen. Jetzt die Zwiebel-Kräuter-Marinade in die Pfanne geben und 2 Minuten unter Rühren andünsten. Gemüsebrühe (oder Hühnerbrühe) in die Pfanne gießen, aufkochen lassen. Pfanne vom Herd nehmen und die Hähnchenschenkel wieder in die Pfanne legen, mit der Haut nach oben. Auf jeden Hähnchenschenkel 2-3 Zitronenscheiben auf die Haut legen und die Pfanne auf der mittleren Schiene in den heißen Backofen stellen. Hähnchen in der Pfanne ohne Deckel in ca. 45 Minuten goldbraun braten.

15 Minuten vor Ende der Hähnchen-Garzeit den Couscous zubereiten. Dafür den Couscous in eine Schüssel geben, salzen und mit 125ml kochendem Wasser übergießen. Couscous abgedeckt 10 Minuten quellen lassen, dann mit einer Gabel auflockern.

10 Minuten vor Ende der Hähnchen-Garzeit die Feigen waschen und längs vierteln. Butter in einer Pfanne schmelzen und die Feigen von jeder Schnittseite 1 Minute bei mittlerer Hitze braten. Den Honig über die Feigen träufeln, Feigen noch kurz auf die Hautseite drehen, dann die Pfanne vom Herd nehmen. Feigen die letzten 2-3 Minuten der Garzeit noch zu den Hähnchenschenkeln in die Pfanne geben.

Hähnchen mit Couscous, den Feigen und etwas von der Schmorflüssigkeit servieren.


Und da ich sehr gerne an der von Annette von Culinary Pixel ausgerichteten 77. Weinrallye mit dem Thema "Rosé" teilnehmen möchte, gibt es dieses Mal auch gleich noch den passenden Wein für dieses wunderbare Sommergericht: einen Château Tour de Mirambeau Réserve 2013. Der Bordeaux Rosé aus Cabernet Sauvignon-Trauben passt mit seinen fruchtigen Aromen, aus denen ich Zitrone und Grapefruit herausgeschmeckt habe, prima zum sommerlichen Zitronenhuhn. Leicht herb, aber nicht zu sauer, für mich gut gekühlt genau der richtige Essensbegleiter für das saftig-aromatische Zitronenhuhn. Aber auch solo lässt sich der Rosé prima trinken. Überhaupt lässt sich Rosé sehr gut trinken, finde ich... warum immer nur Weiß- oder Rotwein? Und jetzt werde ich mal nachlesen, welche spannenden Roséweine die anderen #Weinrallye Teilnehmer verkostet haben.


Und jetzt hoffe ich auf noch einige schöne Spätsommertage... der Herbst kann noch warten, oder?

*Hinweis: Alle Links zu Amazon sind Affiliate-Links.

Donnerstag, 28. August 2014

Zwetschgensorbet mit Rosmarin-Shortbread

Jabbadabbaduuuu! Ungefähr so wie Fred Feuerstein höre ich mich an, wenn ich die ersten Zwetschgen des Jahres auf dem Markt entdecke. Das ist mit das Schönste am Spätsommer für mich: Endlich sind die Zwetschgen reif! Zwetschgenkuchen ist neben Träubleskuchen mein liebster Obstkuchen und mein Dreierlei von der Zwetschge ist mir vom letzten Jahr noch in lebhafter und allerbester Erinnerung. Also habe ich am Marktstand erst mal 1kg Zwetschgen gekauft, noch ohne konkrete Idee, was ich daraus machen werde. Gut die Hälfte verschwand dann ohne weitere Verarbeitung einfach so und pur und meinem Bauch. Und für den Rest habe ich in der aktuellen "Living at Home" die perfekte Verwendung in einem Rezept für ein Zwetschgensorbet mit Rosmarin-Shortbread gefunden. Perfekt auch deshalb, weil ich mit diesem Dessertrezept gerne am Zwetschgenmenü-Gewinnspiel von Chef Hansen teilnehmen möchte. Alex sucht nach dem passenden Dessert für sein Zwetschgen-Menü, das bereits aus der Vorspeise in Form von Zwetschgen-Grillspießen und gefüllter Entenbrust mit Pflaumen-Portwein-Sauce und Kardamom-Karotten als Hauptgang besteht. Da braucht es ein Dessert, das mit diesen kräftigen Aromen mithalten kann, nicht zu süß und trotzdem fein abgestimmt ist. Das fruchtige Zwetschgensorbet mit einem Topping aus scharf-würzigem kandierten Ingwer und dem zart-mürben Shortbread mit erstaunlich intensiver Rosmarinnote kann ich mir bestens dazu vorstellen - aber auch ohne Vorspeise und Hauptgang schmeckt diese Nachspeise ganz vorzüglich!


Zwetschgensorbet mit Rosmarin-Shortbread
(für 3-4 Portionen)

Zutaten:
Für das Sorbet:
300g reife Zwetschgen
3 EL Zitronensaft
100ml Pflaumensaft
100g Zucker
1/2 Zimtstange
2 EL Zwetschgenwasser
1 Würfel kandierter Ingwer
Für das Rosmarin-Shortbread:
1 Stängel Rosmarin
40g Butter
50g Mehl
10g Speisestärke
Salz
20g Zucker

Zubereitung:
Für das Zwetschgensorbet die Zwetschgen waschen, abtrocknen, halbieren und entsteinen. Zitronensaft und Pflaumensaft zusammen mit der Zimstange und dem Zucker in einen Topf geben, gut vermengen und aufkochen. 3 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, dann die Zwetschgen zugeben und weitere 2 Minuten köcheln lassen. Falls die Zwetschgen noch fest sind, weiterköcheln lassen. Die Zimtstange wieder aus dem Topf nehmen und die Zwetschgen mit dem Stabmixer fein pürieren. Zwetschgen anschließend durch ein feines Sieb in eine Schüssel streichen. Zwetschgenwasser unter den Zwetschgensirup rühren und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. 

Den abgekühlten Zwetschgensirup in die Eismaschine füllen und ca. 40-50 Minuten gefrieren lassen. Dann die Sorbetmasse in eine gefriergeeignete Schüssel mit Deckel umfüllen und abgedeckt über Nacht im Tiefkühler nachfrieren lassen.

Für das Rosmarin-Shortbread die Butter in einem kleinen Topf bei geringer Hitze schmelzen lassen. Rosmarinzweig waschen, trocken schütteln und in die geschmolzene Butter legen. 10 Minuten ziehen lassen, dann den Rosmarinzweig entfernen. Butter abkühlen lassen.

Mehl, Speisestärke, eine Prise Salz und den Zucker miteinander vermischen. Abgekühlte Rosmarinbutter zugeben und erst mit einem Kochlöffel, dann mit den Händen zügig zu einem glatten Teig verkneten. Wenn der Teig sehr trocken ist, noch ca. 1/2 EL Wasser unterrühren. Teig zu einer dickeren Platte formen, in Frischhaltefolie einwickeln und für 1-2 Stunden im Kühlschrank kaltstellen.

Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Teig zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie mit dem Nudelholz gleichmäßig ca. 0,5cm dick ausrollen. Teig in gleichmäßige, ca. 2-3 cm breite und 10cm lange Streifen schneiden. Teigstangen vorsichtig mehrmals mit einer Gabel einstechen und auf das Backpapier legen. Im heißen Backofen auf der 2. Schiene von unten in 15-20 Minuten goldbraun backen. Herausnehmen und abkühlen lassen.

Vor dem Servieren das Sorbet aus dem Tiefkühler nehmen und ca. 5 Minuten antauen lassen. Kandierten Ingwer in feine Würfel schneiden. Je eine Kugel Sorbet in vorgekühlte Schalen füllen, mit wenig kandiertem Ingwer bestreuen und mit dem Rosmarin-Shortbread zusammen servieren.

Mittwoch, 27. August 2014

Mirabellenkuchen mit Kokosstreuseln und eine Sommersause mit Karlsruher Bloggern #wirmachenblau

Hach. Mehr fällt mir nicht ein, wenn ich die Fotos von der Sommersause anschaue, die wir Karlsruher Blogger gemeinsam auf die Beine gestellt habe. Diese Woche haben wir unseren regulären monatlichen Bloggerstammtisch nämlich mit einem ganz besonderen Event mit dem Motto "Die blaue Stunde"gefeiert - und es war SO schön! Wir haben uns bei der lieben Mara von Life is full of goodies getroffen, die einen wunderschönen und großen Garten ihr eigen nennt und bei der wir unsere Lust auf ein schönes, stimmungsvolles Fest mit Pompons, Lichterketten, Papeterie, üppig gedeckter langer Tafel und vielen, vielen selbst gekochten und gebackenen Leckereien ganz bloggermäßig voll ausgelebt haben. Jeder hat etwas zum Essen für alle mitgebracht. Ich natürlich auch! Da die Zeit zur Vorbereitung für mich etwas knapp war, habe ich einen Mirabellenkuchen mit Kokosstreuseln gebacken, den ich vor kurzem auf Verenas Blog Schlammdackel gesehen habe. Als erstes gibt es das Rezept dieses wunderbar saftigen und durch die Kokosstreusel raffinierten Kuchens für euch und dann habe ich noch ein paar Impressionen von unserer Sommersause im Angebot!


Mirabellenkuchen mit Kokosstreuseln
(für eine Springform mit 26cm Durchmesser)

Zutaten:
Für den Mirabellenkuchen:
85ml Milch
25g Butter
200g Dinkelmehl Type 630
10g frische Hefe
2 EL Zucker
1 EL Vanillezucker
Salz
ca. 500g Mirabellen
Für die Kokosstreusel:
30g Zucker
50g Dinkelmehl Type 630
25g Kokosraspeln
30g weiche Butter

Zubereitung:
Für den Hefeteigboden die Butter mit der Milch in einen kleinen Topf geben und bei geringer Hitze erwärmen, so dass die Butter schmilzt. Abkühlen lassen, bis die Butter-Milch nur noch handwarm ist.

In einer Schüssel das Mehl mit dem Zucker, dem Vanillezucker und einer Prise Salz vermischen. Hefe zerbröckeln und unter die abgekühlte Butter-Milch-Mischung rühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat. Dann das Hefemilchgemisch zum Mehl in die Schüssel geben und erst mit den Knethaken des Handrührgeräts, dann mit den Händen zu einem glatten Teig kneten, der sich gut vom Schüsselrand löst.

Schüssel abdecken und Hefeteig an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat.

In der Zwischenzeit die Mirabellen waschen, halbieren und entsteinen. Eine Springform mit wenig Butter einfetten. Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Den Hefeteig zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie mit dem Nudelholz möglichst dünn und rund auswellen. Teig in die Springform legen, einen Rand hochziehen. Die halbierten Mirabellen ziegelartig auf dem Teigboden verteilen.

Für die Streusel die Butter schmelzen. Etwas abkühlen lassen. Zucker, Mehl und Kokosraspeln in eine Schüssel geben. Flüssige Butter zugeben und erst mit einem Kochlöffel, dann mit den Händen mit dem Mehl und den Kokosraspeln zu Streuseln verkneten. Streusel gleichmäßig auf den Mirabellen verteilen.

Mirabellenkuchen im heißen Backofen auf der mittleren Schiene ca. 25 Minuten backen. Nach 15 Minuten den Kuchen mit Alufolie abdecken, damit die Streusel nicht zu dunkel werden.

Kuchen herausnehmen, 10 Minuten in der Form etwas abkühlen lassen. Dann den Rand der Springform entfernen und den Kuchen vollends auskühlen lassen. Am besten schmeckt der Mirabellenkuchen ganz frisch!


Und hier seht ihr die lange Tafel in Maras Garten, dekoriert mit Kerzenleuchtern aus Bauernsilber und Siphonflaschen aus der Villa Schönsinn*, kombiniert mit Teelichtern und Teelichthaltern von Profissimo* und üppig eingedeckt.


Überall liebevolle Details wie diese Platzkärtchen, die Anni von Pötit gestaltet hat.


Eine Candy-Bar mit salzigem Popcorn mit Blaubeeren in zauberhaften Popcorntütchen von Casa di Falcone*.


Ein Windspiel mit ganz zauberhaften Lasercut-Kärtchen, ebenfalls von Casa di Falcone.


Leider hat es das Wetter nicht so gut gemeint mit uns und just als wir anfangen wollten, zu grillen und zu essen, fing es an zu regnen. So haben wir uns eben auf die überdachte Terrasse verzogen und Leckereien wie einen Spaghettisalat mit Wassermelone, Feta und Minze (habe ich auch schon mal gemacht und das Rezept hier verbloggt), Couscous-Salat, Nudelsalat, diverse selbstgemachte Dips und zum süßen Abschluss noch Panna Cotta, Blaubeer-Tiramisu, Bounty-Pralinen und diverse Kuchen - darunter auch meinen Mirabellenkuchen mit Kokosstreuseln - verspeist. Und vor lauter Essen und guten Gesprächen habe ich das Essen doch tatsächlich gar nicht fotografiert! Und das auf einem Bloggertreffen ;-)

Außer mir noch dabei waren:
Mara [Life is full of goodies] / Katja [Frl. K. sagt ja] / Miri [Miris Jahrbuch] / Michael [Uberhusband] / Anni [Pötit] / Constanze [Das wunderbare Leben] / Markus [Get on Board] / Petra [Hollightly] / Tom / Tanja [Reiseaufnahmen] / Annkathrin [Kochblog-Action] / Katrin [Villa Schönsinn] / Daniela [Taste around]
Auf ihren Blogs könnt ihr in den nächsten Tagen sicherlich auch noch viele Berichte über "Die blaue Stunde" nachlesen!

*Alle mit einem Sternchen gekennzeichneten Links führen zu Sponsoren, die uns ihre Produkte netterweise für dieses Event zur Verfügung gestellt haben. Danke dafür!